Erfahren Sie, wie Sie jede Art von Saatgut erfolgreich zum Keimen bringen. Lernen Sie mehr über Licht-, Dunkel- und Kältekeimung sowie die richtige Pflege für gesunde und kräftige Keimlinge.
Warum die richtigen Bedingungen für Saatgut wichtig sind
Das Keimen eines Samens erscheint einfach, doch jede Sorte erfordert besondere Pflege. Während manche Samen mit minimalem Aufwand schnell keimen, benötigen andere spezielle Bedingungen wie Licht, Dunkelheit oder Kältebehandlung. Indem man die natürliche Umgebung des Samens simuliert, erhöht man die Keimwahrscheinlichkeit.
Die wichtigsten Faktoren bei der Samenkeimung
1. Temperatur
Die richtige Temperatur ist ein entscheidender Faktor für die Keimung. Sie beeinflusst nicht nur die Keimungsrate, sondern auch die Keimungsgeschwindigkeit. Jede Samensorte reagiert unterschiedlich: Manche Sorten keimen bei Wärme schneller, andere benötigen kühlere Temperaturen.
2. Luftfeuchtigkeit
Ein Samen benötigt Feuchtigkeit, um zu keimen. Zu wenig Feuchtigkeit hemmt den Keimprozess, zu viel Feuchtigkeit kann schädlich sein. Bei größeren Samen hilft das vorherige Einweichen, die Keimung zu beschleunigen und gleichmäßiger zu gestalten.
3. Lichtkeimer
Diese Samen benötigen Licht zum Keimen. Sie sind oft klein und sollten nicht tief in die Erde gelegt werden. Säen Sie sie flach aus, drücken Sie sie leicht an und bedecken Sie sie gegebenenfalls mit Vermiculit. Dadurch wird die Feuchtigkeit gespeichert und Licht durchgelassen.
Beispiele hierfür sind Salat , Petunien und Lobelien.
4. Dunkelkeimende
Im Gegensatz zu lichtkeimenden Pflanzen benötigen diese Arten Dunkelheit. Bedecken Sie die Samen mit einer dünnen Erdschicht, damit Licht ihr Wachstum nicht beeinträchtigt. Beispiele hierfür sind Alpenveilchen, Fingerhut und Phlox.
5. Kaltkeimende
Manche Produkte (Samen) benötigen eine Kältebehandlung, um ihre Keimruhe zu brechen. Dieser Vorgang wird Stratifizierung genannt. Legen Sie die Samen für einige Wochen in feuchten Sand in den Kühlschrank oder bedecken Sie eine Anzuchtschale mit Schnee, um die natürlichen Bedingungen zu simulieren.
6. Luft- und Bodenstruktur
Ein leichter, gut durchlässiger Boden ist unerlässlich. Verdichteter oder zu nasser Boden behindert die Keimung und kann zu Fäulnis der Samen führen. Wählen Sie eine lockere, sauerstoffdurchlässige Erdmischung.
Produkt, Saatgut und Form: die richtige Kombination für den Erfolg
Bei der Samenkeimung kommt es auf das richtige Gleichgewicht zwischen Temperatur, Feuchtigkeit, Licht, Luft und Bodenstruktur an. Indem Sie die Pflege auf die jeweilige Samensorte abstimmen, gewährleisten Sie eine optimale Keimung und Entwicklung jeder Pflanze zu einer gesunden, kräftigen Pflanze.